Team-Supervision

Team-Supervision ist ein kontinuierlicher Prozess, in welchem die Mitglieder eines Teams ihre Rollen und den damit verbundenen Verhaltenskodex hinterfragen und neue Kommunikations- und Konfliktlösungsstrategien miteinander erproben.

So einfach, wie im Sprichwort „Viele Hände machen die Arbeit leicht“ ist es in der Praxis allerdings nicht, denn die Hände müssen auch zusammenarbeiten. Und da hinter jeder Hand ein Mensch steht, der seine persönliche Geschichte und Interessen mitbringt, ist es gut ein Set an Methoden zur Problem- und Konfliktbewältigung bereit­zuhaben.

Ein Team ist jedoch zusätzlich mit der Schwierigkeit konfrontiert, dass von jeder inneren Reibung jedes Mitglied in irgendeiner Form betroffen ist. Ein gänzliches „draussen­bleiben“ ist in Team- und Gruppenprozessen, selbst für die ganz Abgeklärten, unmöglich.

Auch ist es so, dass sich das Auge nicht selbst sehen und das Messer nicht selbst schneiden kann.

Für ein Teambuilding ,wie für kontinuierliche Teamprozesse, ist daher eine neutrale und externe Team-Supervision uner­lässlich.

Dies bedeutet nicht dem Team oder der Gruppe die Problemlösungskompetenz abzusprechen bzw. sich mit den inhaltlich Aufgaben auseinanderzusetzen, sondern einzig darum von aussen ggf. sich etablierende, ungesunde Strukturen bzw. schwelende Konflikte zu erkennen.

Eine Team-Supervision findet nach dem Bedürfnis des Teams üblicherweise im Abstand zwischen sechs Wochen und drei Monaten statt. Sie sollte dabei über mindestens ein Jahr vorterminiert werden. Am Beginn eines Teamprozesses kann sie auch von einem Workshop zum Team-Building begleitet werden.

Der „Jour Fix“-Charakter trägt dazu bei, dass sich ent­wickelnde Konfrontationen oftmals bis zur nächsten Team­Supervision aufgeschoben werden und nicht im Alltag als Sand im Getriebe wirken.

Viele Hände machen die Arbeit leicht.

Niederländisches Sprichwort