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“Gedanken, die wir nicht los werden, werden unser Los” Kurt Tepperwein
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Leiden oder Leidenschaft - Rainer Grunert |
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Eine Rezension
Ein Beziehungsratgeber Von-Mann-zu-Mann. Autor Rainer Grunert zeigt Wege aus der „Nie-wieder-guter-Sex“-Falle.
Das Werk ist erschienen im Kölner Innenwelt-Verlag und zeigt warum Softies und Machos keinen erfüllten Sexhaben können.
"Wenn Sie an Sex denken, dann denken Sie an realen, ehrlichen,
handfesten Sex. Die Sache, die ihnen dabei allerdings zu schaffen
macht, ist, dass Sie sich diesen Sex eher mit einer Nachbarin oder
Kollegin vorstellen können als mit Ihrer Frau - und Sie ahnen auch,
dass es Ihrer Frau ähnlich geht."
Das Problem, das Rainer Grunert in seinem Beziehungsratgeber
analysiert, kennt jeder, der in einer Langzeitbeziehung lebt: Die
Leidenschaft der ersten Nächte und Monate ist versiegt und einem
routinierten sexuellen Umgang miteinander gewichen. An die Stelle von
aufgeregtem Begehren ist die freundschaftliche Vertrautheit getreten.
Der Kölner Innenwelt Verlag hat jetzt ein Buch für diejenigen Männer
herausgebracht, die sich damit nicht abfinden wollen. "Leiden oder
Leidenschaft" von Rainer Grunert ist der erste Beziehungsratgeber, der
von einem Mann explizit für Männer geschrieben wurde. Das Buch verfolgt
aus männlicher Perspektive, warum und wie wir uns in Partnerschaften
angleichen und neutralisieren - und davon, wie wir das Feuer unserer
Beziehung wieder entfachen. Grunert Vorgehensweise ist dabei
analytisch. Schritt für Schritt nähert sich der ausgebildete Psychologe
und Ehemann der Nähe-Distanz-Problematik in Langzeitbeziehungen.
"Viele Männer, natürlich auch viele Frauen, vermissen in ihrer
Beziehung leidenschaftlichen Sex. Doch all die Beziehungsratgeber, die
sich dieser Problematik annehmen, richten sich an Frauen. Mit
‚Herz-zu-Herz-Verbindungen' können wir Männer nun mal wenig anfangen",
fasst Grunert die Lage auf dem Buchmarkt zusammen. Und weil er das
nicht hinnehmen wollte, hat er einen Ratgeber für Männer geschrieben.
"Ich gebe Männern den passenden Schraubenzieher für ihre Beziehung an
die Hand. Wir Männer wollen reparieren, nicht diskutieren", sagt er und
grinst.
Der Rat, den Grunert seinen Geschlechtsgenossen für ein erfülltes
Sexual- und Beziehungsleben gibt, ist deutlich. Statt als Softie
immerzu an die Frau zu denken oder sie als Macho zu dominieren, sollten
sich echte Kerle auf ihre ureigenen männlichen Qualitäten besinnen:
Stärke, Führung und Präsenz. Erst die bewusste Rückbesinnung auf die
eigenen Bedürfnisse ermögliche Mann und Frau die nächste,
authentischere und auch leidenschaftliche Beziehungsstufe. Die
Beschreibung, wie die Partner, frei von Rollenbildern und
Erwartungshaltungen, wieder zu sich selbst finden, ist dabei klar,
analytisch und leicht verständlich. Männlich eben.
Auch zum Thema ""Partnerschaften, in denen die Anzahl des koitalen
Verkehrs mehr zählt als dessen Qualität" bezieht der Autor Stellung.
Für ihn sind das Beziehungen, in denen man sich misst, anstatt sich zu
begegnen. Solche Regeln für eine angemessene ‚Ehehygiene' täuschen nur
über die eigentlichen Gründe der 'Sexlosigkeit' hinweg."
Für den Paartherapeuten sieht die Realität anders aus. In langen
Beziehungen verschwindet die Sexualität paradoxerweise dann, wenn die
Partner sich näher kommen, die Polarität sich auflöst. Ursache für
Grunert ist, dass wir in Partnerschaften genau wie in sozialen Gruppen
dazu neigen, uns anzupassen. "Dabei verlieren wir das, was uns am
Beginn einer Begegnung attraktiv machte: unser Charisma, unseren Zorn
und unsere Liebesfähigkeit. Und alles nur, weil wir in der Beziehung
die Rolle eines braven Jungen oder netten Mädchens spielen - und damit
unsere Kraft und uns selbst aufgeben."
Sexualität brauche Spannung. "Erotik und Sex benötigen Individualität.
In den meisten Beziehungen sind die Partner jedoch dazu übergegangen,
die eigenen Bedürfnisse zurückzustellen, aus Angst, sich gegenseitig zu
verletzen." Damit aber könne keine Reibung mehr entstehen - womit der
Sex auch seine spannende und in der Hingabe entspannende Komponente
verliere. "Wer auf Quantität statt Qualität setzt, läuft Gefahr, dass
der Sex zur Routine verkommt. Oder, noch schlimmer, wie im Fall des
Ehepaars Brown, nach 101 Nächten als anstrengend empfunden und
aufgegeben wird."
Wie Paare das Begehren in ihren Partnerschaften wiederfinden,
beschreibt Rainer Grunert auch in seinem aktuellen Beziehungsratgeber
für Männer "Leiden oder Leidenschaft".
[QUELLE: Innenwelt-Verlag]
Über den Autor:
Rainer Grunert, 1958, lernte Schriftsetzer und studierte
Betriebswirtschaft und Psychologie. Er arbeitete als Manager auf Zeit
und freier Berater für Konzerne. Seit 1998 gibt er Trainings zum Thema
Selbstwert und Coachings für Männer, seit 2001 arbeitet er mit Paaren.
Rainer Grunert ist verheiratet und lebt in Zürich.
Seine jüngste Veröffentlichung ist "Leiden oder Leidenschaft", ein
Beziehungsratgeber, der sich vornehmlich an Männer richtet. Grunert
verfolgt hier aus männlicher Perspektive, warum und wie wir uns in
Partnerschaften angleichen und darüber das Begehren verlieren - und
davon, wie wir das Feuer unserer Beziehung wieder entfachen. "Leiden
oder Leidenschaft" ist im Frühjahr 2008 im Kölner Innenwelt Verlag
erschien.
Mehr Info unter: www.leidenoderleidenschaft.de
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