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Gesunde Grenzen

Grenzen, die nie gesetzt werden, können jederzeit überschritten werden.

(Almut Adler)

Was muss man tun, um Ihre Grenzen zu überschreiten?

Wann haben Sie sich zuletzt im Kontakt mit einem Menschen unwohl gefühlt?

Wann kam Ihnen jemand körperlich zu nah und wie haben Sie reagiert?

Nachdem ich letztens einer Klientin sagte, das Rechtfertigungen keine adäquaten Reaktionen auf ihre Grenzverletzungen sind, fragte sie mich: „Wie kann ich mich denn sonst schützen?“

Und ich suchte auf Ihre Frage nach einem passenden Bild.

Da fiel mir die indische Göttin Kali (wörtlich: die Schwarze) ein.

Kali ist furchterregend und alles andere als nett, mit Ihrer Halskette aus Menschenschädeln, der blutverschmierten Sichel in der Hand und der weit herausgestreckten Zunge, ist sie das Gegenteil von der Muttergöttin Parvati und erst recht von der schönen, liebenden Shakti.

Trotz Ihrer erschreckenden Gestalt wird Kali in Indien als Beschützerin und Bewahrerin verehrt.

Denn Ihre Wut und furchterregende Kraft richtet sich gegen Dämonen und Ungerechtigkeit aller Art. Sie durchschaut sofort, mit welchen negativen Kräften sie es zu tun hat, und zögert nicht, den Schleier der Illusion mit Ihrer Sichel zu zerschlagen.

Dabei kennt sie keine Schuldgefühle und zweifelt nicht an ihrer Reaktion. Sie handelt aus Mitgefühl, um das zu bewahren, was ihr heilig ist – das Leben.

Bei Grenzüberschreitungen muss es nicht immer gleich um Leben und Tod gehen. Wer jedoch seine eigenen Grenzen nicht kennt, wird sich in Beziehungen schwer tun die richtige Distanz, aber auch Nähe zu finden.

Dafür braucht es ein gutes Bauchgefühl und Standhaftigkeit, um für sich und die eigenen Grenzen einstehen zu können.

„Klar in der Sache, sanft zu den Menschen“ ist eine innere Haltung, die es ermöglicht konsequent und respektvoll Grenzen zu ziehen - ohne dabei an Grösse zu verlieren.

Im Coaching schauen wir, wie Sie zu mehr Selbstvertrauen und innerer Stärke finden, um im passenden Moment die Sichel zu ziehen, die Zunge weit herausstrecken und dabei nicht einzuknicken.

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