user_mobilelogo

Die dunkle Nacht der Seele

Die Sonne lehrt alle Lebewesen die Sehnsucht nach dem Licht.
Doch es ist die Nacht, die uns alle zu den Sternen erhebt.
(Khalil Gibran)

Wenn alles, was bisher Sinn machte, buchstäblich ins Leere läuft, Lebens­pläne zusammenbrechen, Fluchtwege verbaut sind und Gott, die Erleuchtung, oder was auch immer sich nicht finden lässt und es keinen Halt mehr gibt - spätestens dann taucht die Seele in die Unterwelt ab.

Mediziner sprechen von einer Depression. Mystiker von der dunklen Nacht der Seele.

Ich persönlich habe die dunkle Nacht wie einen ungebetenen Gast erlebt. Einen der alles auseinandernahm, auf den Kopf stellte, leerräumte, und solange an meiner Seite weilte, bis ich geläutert war und verstand, dass ich und der Gast im Herzen eins sind. Dass es nichts gibt, was mich von ihm trennt ausser meinem Verstand.

Denn der ist es, der Befürchtungen ins Unermessliche steigert und keine Hoffnung mehr schöpft.

Ausweglosigkeit ist aber auch ein Tor zur Wirklichkeit jenseits aller Träume und Illusionen - wir sehen und fühlen, was ist.

Durch dieses Tor steigt die Seele empor, um uns daran zu erinnern, wer wir wirklich sind – grenzenlose Liebe und Bewusstheit.

Wir werden wirklich.

Ob wir es als solches erfahren, hängt davon ab, ob wir unserem Erleben eine Sinnhaftigkeit zusprechen und uns für neue Bewusstseinsebenen öffnen können, oder uns als „krank“ oder „gestört“ ansehen.

Sollte sich Ihre Welt verdunkelt haben, macht es auf jeden Fall Sinn sich Unterstützung zu holen. Denn das Licht eines anderen Menschen bringt manchmal erhellende Gedanken, um bei aller Dunkelheit einen leuchtenden Stern am Himmel zu sehen.

Und wenn sich die Wolken verziehen, kann aus einem Stern ein ganzes Firmament werden.

teaser themen uebergang veraenderung